Neu: Audi RS5 - 10.05.10

Ab Juni 2010 gibt es den stärksten A5 der aktuellen Baureihe. 450 PS holen die Ingenieure aus den neu entwickelten und von Hand zusammengesetzten V8-Motoren, die mit den Achtendern aus dem S5 kaum mehr was gemein haben. Grund: Audi betreibt auch hier Downsizing – allerdings in anderer Art und Weise.

Der 216 Kilogramm leichte V8 FSI ist eigentlich ein kastrierter V10 Motor aus dem R8. Die Bauteile entsprechen denen des Supersportlers. Ein straßenzugelassener V8-Motor der bis 8.500 Touren dreht, sieht man nicht alle Tage – bei Audi heißen diese Drehorgeln übrigens HDZ (Hochdrehzahl). Der RS5 reißt jedoch bei jeder Drehzahl unbarmherzig an – Wahnsinn. Der kleine Bruder im S5, ebenfalls ein V8 FSI, schafft lediglich 7.000 Kurbelwellen-Umdrehungen pro Minute und fühlt sich im Vergleich schwächlich an. Blubbert der RS5 im Normalbetrieb ruhig vor sich hin, hämmert er bei Vollbeschleunigung so brutal, dass man sich fragt, ob das noch ok ist. Schuld an der Beschallung hat unter anderem eine Unterdruck-Klappensteuerung in den vier Endrohren (ja, er hat tatsächlich vier Rohre hinter den zwei Blenden), die entweder bei hohen Drehzahlen automatisch öffnen oder aber auf Knopfdruck den Weg für die massiven Töne frei machen.

Die Technik überbrückt das Gewicht
Wie bei anderen Audi-Modellen gibt es auch im RS5 den Fahrdynamik-Regulator Drive Select. Das System bietet die Möglichkeit, Parameter an die eigenen Bedürfnisse anzupassen, wobei sich vieles erst eröffnet, wenn die Wank-Roll-Stabilisierung DRC (Dynamic Ride Control) oder die Dynamic-Lenkung geordert werden. Ansonsten besticht der mit einem zehn Millimeter tiefer gelegten Sportfahrwerk (im Vergleich zum S5) ausgestattete RS5 mit einer gebührlichen Härte, einer astreinen Lenkpräzision und einer gehörigen Portion Fahrbarkeit. Kaum ein Sportwagen lässt sich so einfach so unglaublich schnell und sicher bewegen.

Eine weitere Neuheit
Eine weitere Neuheit ist die aktive Momentenverteilung an allen vier Rädern. Die ESP-Unterfunktion agiert, bevor der RS5 in Kurven über die Vorderachse schiebt. Lenkwinkel, Gierrate und Beschleunigung geben die notwendigen Informationen, wann an welchem Rad Schlupf auftreten wird. Das System bremst dieses Rad sanft ab, ohne die Kraft an den anderen Rädern zu verringern. Das bewirkt ein phänomenales In-die-Kurve-Ziehen und verblüfft die Insassen vor allem bei Nässe. Der RS5 neigt deutlich weniger zum Untersteuern und fährt gefühlt wie auf Schienen. Deaktiviert man ESP, wird auch diese Zusatzfunktion eliminiert. Driftmanöver versucht der neue Allrad schon im Keim zu ersticken.

Launch Control
Als Neuheit wartet das Sieben-Gang-Getriebe mit einer Launch Control auf. Damit erreicht jeder Fahrer die Sprintzeit-Vorgabe von 4,6 Sekunden. Der siebte Gang ist übrigens ein reiner Spargang, der Drehzahlen und Verbrauch (10,8 Liter Super Plus) senken soll.


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